Ein heißer Sommertag – was sollte ich beim Bogen beachten

Unvorhersehbare heiße Sommer Temperaturen machen mittlerweile so manchen Bogenbauer Kopfzerbrechen. Epoxidharz ist im modernen Bogenbau der Kleber schlechthin, aber auch hier wurden bei Außentemperaturen von 33°-35°C über mehrere Tage mittlerweile die Grenzen aufgezeigt. Ausschlaggebend ist natürlich nicht die Außentemperatur, sondern die Oberflächentemperatur welche an den Bogenflächen entstehen. Viel wird unter den Bogenschützen diskutiert wie weit die Hitze die Verklebung beeinträchtigt und wir möchten hier jetzt Tipps und Hinweise für eine Richtige Handhabung bei heißen Temperaturen an Dich weitergeben.

Die Oberflächentemperatur ist abhängig von der Farbe der Oberfläche. Dunkle Hölzer oder Laminate weisen bei gleicher Außentemperatur um bis zu 30% höhere Oberflächentemperaturen auf als helle. Je heller desto geringer ist also die Oberflächentemperatur. Bei schwarzen glasbelegten Bögen (bei 34°C direkt in die Sonne gelegt) konnte eine Oberflächentemperatur von 83°C gemessen werden. Diese Temperaturen sind bereits mehr als kritisch, da die meisten Epoxidkleber sich zwischen 70°-85°C bereits aufweichen.

Setzt du einen Bogen längere Zeit einer entsprechend hohen Temperatur aus, kann das einen Verfall der Garantieleistung nach sich ziehen (siehe Absatz 4 im Handbuch eines großen Bogenherstellers:

NEVER EXPOSE YOUR BOW TO EXTREME HEAT OR PROLONGED MOISTURE. Excessive heat, such as a sunny day inside a closed vehicle, could cause component failure. Prolonged storage in a hot, dry attic or damp basement can also be damaging. Store the bow properly when not in use. Damage caused by extreme exposure will not be covered under warranty.

Dieses Thema gibt’s nicht nur im Bogensport. Auch in anderen Sportarten wird auf die eingeschränkte Tauglichkeit der Sportgeräte bei erhöhten Temperaturen hingewiesen (z.B. Golf)
Übrigens, alle Styrian Archery Bögen werden ab September 2015 mit Epoxidharz geklebt, welches eine Temperatur von bis zu 110°C toleriert.

Was kann ich beachten und tun?

  1. Setze den Bogen bei Nichtgebrauch nie direkt der Sonneneinstrahlung aus.
  2. Transportiere den Bogen im Auto immer unaufgespannt in einer Bogenhülle, damit sich das Material nicht erwärmen kann.
  3. Lagere den Bogen bei warmen Temperaturen nicht im Auto. Geschlossene Autos erhitzen sich, Temperaturen bis zu 80° sind da keine Seltenheit.
  4. Spanne den Bogen erst kurz vor Benutzung bzw. vergewissere dich vorher ob das Material abgekühlt ist.
    Beispiel: NIE den Bogen zu Hause spannen und mit gespannten Bogen bei Hitze zur Bogensportanlage fahren!
  5. Wenn du über längere Zeit Tafel oder FITA schießen, wäre es ratsam, sich im Schatten zu bewegen bzw. gönne deinem Bogen zwischendurch eine Pause zur Abkühlung.
  6. Wenn du eine Pause (auch kurze Pausen) machst, spanne bei Hitze den Bogen immer ab und lagere ihn immer im Schatten.
    Beispiel: gespannter Bogen am Bogenständer direkt in der Sonne. Innerhalb kurzer Zeit erhöht sich die Oberflächentemperatur an der der Sonnen zugewendeten Seite. Bei der Seite welche nicht zur Sonne zeigt bleibt die Temperatur annähernd gleich. Durch die ungleichen Temperaturen kann es innerhalb kurzer Zeit zu Spannungen im Material kommen wodurch sich die Wurfarme verdrehen oder die Verklebung sich lösen kann.
  7. Fühlen sich Wurfarme beim Schießen plötzlich weicher an bzw. liegt beim Recurve die Sehne nicht mehr mittig in der Rille können dies erste Anzeichen auf eine Überhitzung des Klebers hinweisen. Stelle hier sofort das Schießen ein und kühle den Bogen für ca. 2-3 Stunden ab. Nach 2-3 Stunden kannst du den Bogen wieder spannen. Kontrolliere zur Sicherheit die Wurfarme, ob sich was gelöst hat, sollte alles seine Ordnung haben, kannst du das Bogenschießen wieder aufnehmen.
  8. Auch das Schießen selbst erzeugt Hitze im Material. Durch die Druck-und Kompressionskräfte entsteht zusätzlich Reibung und Hitze am Material . Gönnen Sie daher Ihren Bogen zwischendurch ein kurze Pause.

Ist die Pfeilgeschwindigkeit wirklich alles

Wie bei vielen Dingen liegt die Wahrheit in der Mitte bzw im Auge des Betrachters.

Aber zunächst zu den Fakten. Wo kann mir ein schnellerer Pfeil nützlich sein:

Schnelle Pfeile haben eine flache Flugbahn

Bei der Wurfleistung von modernen Bögen ist die flachere Flugbahn bei leichteren Pfeilen bis ca 20-25m zu vernachlässigen. Bei größeren Entfernungen ist die Differenz in den unterschiedlichen Flugbahnüberhöhungen schon ausgeprägter und somit zu berücksichtigen.
Aber auch hier: grobe Fehlschätzung der Entfernung kann auch der schnellste Pfeil nicht ausgleichen.

Hier einige Zahlen:
Gesetzt die Annahme, mein Pfeil ist hat eine Geschwindigkeit von 240fps und ich schieße auf 30m, so ist der Pfeil bei 24,6m und 33,9m ca. 12cm unter meinem beabsichtigten Trefferpunkt. Ist mein Pfeil aber nun 290fps schnell, so hat er bei 20,6 und bei 35,5m den gleichen Abstand zur Visierlinie wie im ersten Beispiel. Ich habe somit den Bereich meiner Treffergenauigkeit (individuell) um 5,3m erhöht.

Beispiel: Schuss durch Öffnungen
Um die Herausforderung an Schützen noch zu erhöhen, werden im heutigen Parcoursbau die Schusslinien gerne zwischen Bäumen und Ästen angesetzt. Ja das ist anspruchsvoll, hat aber mit dem überstrapaziertem Begriff „jagdlich gestellt“ nichts zu tun.
Auch hier hilft mir die flache Flugbahn eines schnellen Pfeiles um den Tunnel zum Ziel zu nutzen. Achtung! Beim Compound ist aber der Versatz zwischenVisierlinie und Pfeilflugbahn beachten.

Energieeffizienz

Die Pfeilgeschwindigkeit ist auch immer verbunden mit der Lautstärke des Bogens und diese ist wiederum ein Indikator für die Energieeffizienz (Belastung des Bogens bei jedem Schuss)
Da laut den (meisten) Herstellerangaben die unterste Grenze beim Pfeilgewicht 5gnpp ist, geht man mit 6-6,5gnpp einen mit Sicherheitsreserven ausgestatten Weg.

Kinetische Energie
Abgesehen vom jagdlichen Einsatz, wo sie mit ein bestimmender Faktor bei der Pfeilwahl ist, ist die kinetische Energie des fliegenden Pfeiles im 3D/Scheiben Bereich nicht von Relevanz.
Aber auch hier ist sie ein Indikator für die Effizienz des Systems Bogen/Pfeil. Je höher sie ist umso weniger beeinflussen äußere Faktoren den Pfeilflug. Diese können sein: Releasefehler, Wind, Äste oder Blätter.
Daher bevorzuge ich persönlich im Compoundbereich Pfeile mit ca 7gnpp und beim Recurve Pfeile mit zwischen 8 und 9gnpp.

Zusammenfassung
Die Geschwindigkeit des Pfeils ist eine tragende Komponente beim Bogenschießen. Ihr aber alles kompromisslos unterzuordnen sei jedem selber überlassen. Ich sehe dafür nur den Bedarf im professionellen Leistungssport.

Ranger Challenge 2014 – Der Bewerb

Bei perfektem Wetter in einer ausgezeichneten Umgebung – wir danken dem Krumphof für die wundervolle Unterstützung – fand am 11.10.2014 der erste Bewerb der Ranger Challenge by Hunters’Best statt.

Trotz der hohen zu erwartenden Herausforderungen fand sich wieder eine handvoll ausgesuchter Bogenschützen aus Österreich und Deutschland zum Messen ihrer Fähigkeiten ein.

Schon auf den ersten Metern schlugen alle Teilnehmer ein sehr hohes Tempo an. Die Aufholjagd auf dem rund 3 Kilometer langen Parcours mit 6 ausgesuchten Zielen hatte begonnen. Der sportliche Ehrgeiz der Teilnehmer kannte nur eine Grenze – Disziplin! Das Überholen, Auflaufen und Einlaufen auf der Zielstrecke zeigte, dass hier lauter routinierte Bogenschützen unterwegs waren, die Schießkunst, Ausdauer und Fairness hochhalten. In diesem Sinne waren alle Teilnehmer auch Sieger.

Auch bei der Rückkehr zum Ziel gab es noch spannende Positionskämpfe der einlaufenden Schützen. Die Auszählung der Trefferergebnisse brachte den Beweis der Treffsicherheit sämtlicher Teilnehmer unter Belastung.

Kurz nach dem Eintreffen bei der Zeitnehmung startete der Publikumsbewerb – eine Miniversion der Pope&Young Runde. Geschossen wurde auf kleine Schaumstoffwürfel mit kaum Kontrast zur Umgebung in 16, 22 und 26m Entfernung. Innerhalb eines Zeitfensters von 20 Sekunden durften maximal 3 Pfeile abgeschossen werden. Hier erwies sich taktisch geschicktes Vorgehen als sinnvoll und so mancher konnte sich durch überlegte Herangehensweise um einige Plätze verbessern.

Der Gesamtsieger, Bernd Griesser, und alle anderen Teilnehmer wurden ausgiebig gefeiert und die verbrauchten Kalorien mit Razzor Back und Energy Drinks und Cola von Red Bull, sowie dem guten Essen am Krumphof wieder aufgefüllt.

Wir von Hunters’Best danken an dieser Stelle allen Sponsoren, die uns den Ablauf des Bewerbs ermöglichten bzw. erleichterten und für unser leibliches Wohl sorgten!
www.krumphof.at (Veranstaltungsort)
Red Bull (Getränke Sponsoring)
Razzor Back (getrocknete Wildschwein Riegel)
Gastrodeck (Pokale)

Was die Zukunft bringt.

Für das kommende Jahr planen wir eine Serie von 5 Veranstaltung über ganz Österreich verteilt. Der Gesamtsieger wird am Jahresende beim Saisonfinale ermittelt. Für den Gesamtsieger der Serie wurde von Styrian Archery ein Custombogen ausgelobt.

Wir freuen uns jetzt schon auf euch!

Es war ein spitzen Turnier, ich bin bei den nächsten sicher wieder mit dabei…

Ihr seid’s a spitzen Team, macht’s weiter so! Es war a moads Gaudi und ich bin sicher wieder mit dabei.

Das nenn ich mal ein geniales weekend…

Da zieht man aus, um sich als Bogenschütze in einem sensationellen Format zu messen und kommt doch glatt mit einem Pokal wieder heim…

Das Finden des perfekten Pfeils

Irgendwo in den Regalen des Bogenhändlers des Vertrauens gibt es hoffentlich den perfekten Pfeil. Perfekt in Hinblick auf die eigene Schusstechnik, das eigene Bogenmaterial, die Wetterbedingungen, den Wettbewerb uvm.

Das Finden des passendsten Schaftes ist ein intensiver und aufwendiger Prozess abseits der Wettkampfsaison. Es ist ein sehr „lustiger“ Prozess, bietet er doch die passende Ausrede um wieder den Bogen einzupacken und zum Schießgelände zu fahren.

Mit unterschiedlichen Pfeilen haben wir eine sofortige (spürbare) Auswirkung auf das Schussverhalten unseres Bogens. Im Laufe der Schaftauswahl eröffnen sich die mannigfachen Wechselbeziehungen zwischen  Geschwindigkeit, kinetische Energie, flache Flugbahn, Haltbarkeit, Durchmesser, Preis, Qualität etc etc.

Das Verständnis der Wechselbeziehungen ist ein wesentlicher Punkt auf dem Weg zum richtigen Pfeil. Dies lernt man nur im eigenständigen Setup des Bogens und dann mit dem Bau der eigenen Pfeile, und  deren Flugverhalten.

Ich unterscheide drei Arten von Pfeilen:

Leichtgewichtige, mittelgewichtige und schwergewichtige Pfeile.

Leichtgewichtige Pfeile liegen zwischen 5 und 6,5 grains per pound ( GpP oder gnpp ). Als Beispiel: bei einem Auszugsgewicht von 50lbs hätte dementsprechend ein leichter Pfeil ein Gewicht zwischen 250 und 325gn. Ein mittelschwerer Pfeil liegt zwischen 6,5 und 8,5gnpp und ein schwerer Pfeil über 8,5gnpp.

Je schwerer der Pfeil umso besser die Gesamtenergieausbeute beim Bogen. Ein direktes Indiz ist die Lautstärke des Bogens beim Schuss – ein schwerer Pfeil ist leiser beim Abschuss.
Wie sieht´s nun mit dem Preis aus? Grundsätzlich: je teurer ein Pfeil umso geringer die Toleranzen in den Abmessungen. Dies wirkt sich aber erst bei Schüssen über 40- 45m aus.

Als nächster Punkt ist die Wahl der Befiederung interessant. Es stellt sich aber nicht nur die Frage: Federn oder Vanes? Sondern auch wie, in welcher Lage, werden sie auf den Pfeil geklebt. Ist ein Shelf vorhanden und soll es verwendet werden, sind nur Federn möglich. Vor- und Nachteile von Federn bzw. Vanes werden in diversen Tests breitgetreten und unterstützen die eigene Befindlichkeit bzw. das Bauchgefühl. Wirklich Auswirkung hat aber die „Montage“ auf dem Pfeil.

  • Gerade, parallel zur Längsachse des Pfeils oder
  • Gewunden (helical)

Beide Varianten können dann auch noch mit einem kleinen Versatz, dh nicht mittig auf dem Schaft, montiert werden. Man versucht damit den Kontakt zur Pfeilauflage/Shelf zu minimieren, falls er trotz Archers Paradox doch noch vorhanden ist.

Kleine, kurze Federn stabilisieren wenig, dh sie gleichen äußere Einwirkungen auf den (meist leichten) Pfeil nur gering aus, erlauben aber eine hohe Pfeilgeschwindigkeit.

Lange Federn sind logischerweise in ihrer Wirkungsweise diametral angesiedelt. Sie stabilisieren den Pfeil früher/besser bei geringfügig niedriger Pfeilgeschwindigkeit.

Die gewundene Montage erzeugt eine mehr oder minder große Rotation des Pfeils um die Längsachse. Diese wirkt auch stabilisierend, kostet aber Geschwindigkeit. Viel wichtiger ist für mich aber die bessere Verfolgbarkeit der Flugbahn eines helical befiederten Pfeils. Denn damit lerne ich besser, mir die Flugbahn meines Pfeils einzuprägen.

Ein für mich mitbestimmender Wert beim Pfeil, ist der FOC-Wert. Er wird in % angegeben und bedeutet die prozentuelle Verschiebung des Schwerpunktes eines Pfeiles Richtung Spitze in Bezug auf die geometrische Mitte. Je nach Verwendung des Pfeils und eigener Vorliebe, liegt der FOC zwischen 5 und 30. Grundsätzlich ein hoher FOC (Schwerpunkt näher der Spitze) bedeutet mehr Stabilität.

Wie gehe ich nun vor, um „meinen“ Pfeil zu finden:

  • Werde dir klar über den Einsatz der Pfeile und deine Erwartungshaltung.
  • Sammle Infos über unterschiedlichste Herangehensweisen und Erfahrungen.
  • Lege deine eigenen Filter über diesen Erfahrungs-/ Infopool
  • Versuche selbst (unterschiedliche) Pfeile im Rahmen des technisch sinnvollen (machbaren) abzustimmen.

Ranger Challenge 2014 – Krumphof

Wer ist der Beste??

Stellt Ihr Euch nicht dauernd diese Frage? Wenn Ihr den Mut habt, könnt Ihr die Antwort nun herausfinden!

Wir veranstalten die

1. Offiziellen Ranger Challenge by Hunters´Best am Krumphof (Poppendorf)

Der Bewerb setzt sich aus zwei Aufgabenbereichen zusammen. Der erste Teil besteht aus einer Hunterrunde auf einem 3-D Parcours mit 6 Zielen, der in der kürzest möglichen Zeit absolviert werden muss. Fehlschüsse werden mit Strafzeiten belegt. Der zweite Teil ist das Schießen vor Publikum auf ein kleines Ziel, bei dem man noch Plätze auf seine Wertung im ersten Teil gutmachen kann…. oder auch nicht.

Termin: Samstag, 11.10.2014

Turnierort: Krumphof, www.krumphof.at
Zeitplan:

  • ab 07:45 bis 08:15 Uhr Startnummernausgabe und Aufwärmen
  • 08:30 Uhr Begrüßung, Besprechung des Ablaufs

Ablauf:

  1. Teil 3D Parcours Krumphof
    • Festlegen der Startreihenfolge lt. Anmeldung
    • Jeder Starter bekommt einen Karabiner
    • Start des ersten Läufers um 0900, weitere Schützen starten in 3 Minuten Intervallen, Ablass beim Zelt / Gastrobereich
    • Rückkehr und Zeitnahme wieder bei Zelt Gastrobereich, Abgabe der Karabiner bestimmt die Zeit.
    • Jedes Ziel ist mit einer rot-weißen Schleife an der Nummerntafel gekennzeichnet
    • Bei (hinter) jedem Ziel hängen Kabelbinder (schwarz = Treffer im 20 = schwarzer Kabelbinder/ Treffer im 18erBereich =  weißer Kabelbinder), diese sind entsprechend dem Schussergebnis auf den Karabiner zu hängen
    • Bei einem Miss entscheidet der Schütze, ob er entsprechend der Parcoursregeln den Pfeil gleich oder ihn nach Beendigung der Veranstaltung holt.
    • Läuft ein Teilnehmer auf einen vor ihm gestarteten Schützen auf, so hat der Langsamere dem Schnelleren gefahrlos überholen zu lassen. Kontaktaufnahme über Zuruf, Regelung durch Hunters´Best Marshal
  2. Teil Dosenschuß Einschießplatz
    • Jeder Schütze hat 20 Sekunden Zeit  3 Pfeile auf ein Ziel (Red Bull Dose) zu schießen.

 Zählweise / Wertung

  • Pro Ziel ein Pfeil
  • Compound von Blau
  • Recurve, Langbogen, Reiterbogen etc von Gelb
  • Treffer, Pfeil im Bereich 20 + durchtrennte Linie = keine Strafzeit
  • Treffer im Bereich 18er -> 1,5 Minuten Zeit plus
  • Treffer im Körper (16er) oder Pfeil verfehlt Ziel -> 3 Minuten Zeit plus
  • Die Pluszeiten mit der Laufzeit = Parcourszeit
  • Parcourszeit mal Materialfaktor ergibt Wertungszeit
    • Männer Bogen 50lbs, Pfeil 10gnpp -> Materialfaktor = 1
      • zB Bogen 42lbs, Pfeil 9,04gnpp -> Materialfaktor = 1,079
      • zB Bogen 54lbs, Pfeil 9,54gnpp -> Materialfaktor =0,9754
    • Damen Bogen 40lbs, Pfeil 9gnpp -> Materialfaktor =1
  • Es werden 100 Punkte in dieser Wertung vergeben ( 1. -> 100Pkt, 2. -> 99 Pkt, … )
  • Punkte bei Teil 2 (Red Bull Can Shooting ):
    • Treffer = 2Punkte + volle Red Bull Dose (wer will)
  • Punkte aus 1 und 2 werden addiert

Anmeldung:

  • Die Anmeldung erfolgt über das unten angeführte Formular und/oder vor Ort bis 08:15 Uhr, Anmeldeschluss ist 08:15!
  • Die Anmeldereihenfolge bestimmt deine Startnummer

Nenngeld:

€15,- zu Bezahlen bei der Startnummernausgabe (inkludiert eine kleine Erfrischung)

 

Parcoursbericht Krumphof

Auf der Suche!

Als Parcours-„Nomade“  ist man ständig auf der Jagd nach neuen Parcours bzw. Schießvarianten ( Schießspielen). Die klassischen Infos über 3D-Parcours gibt’s schon aufbereitet auf parcourstetst.eu.

Unter den besonderen Gesichtspunkten von Hunters´Best wurde zu zwei unterschiedlichen Witterungsbedingungen der Parcours beim Krumphof unter die Lupe genommen.

Auf dem sanft geschwungenen Gelände schufen Josef Reinstrom (Krumphof) und Christian Weidinger (Waffen Wanz) einen eindrucksvollen Parcours. Mit viel Fachwissen und Erfahrung wurde eine interessante Strecke im weitläufigen Areal um den Krumphof erstellt. Durch die Länge von ca 5.5km und einer zu bewältigenden Höhendifferenz von 232m ist dieser Parcours auch im Hinblick auf die läuferischen Fähigkeiten sehr fordernd so man das Gelände laufend bewältigen möchte. Daher sollte man auf ausreichend Flüssigkeit und kleine Stärkung zwischendurch nicht vergessen.  Auch dieser Parcours folgt dem Trend zu etwas weiteren Distanzen ohne dabei über’s Ziel hinaus zu schießen.

Im Zusammenspiel mit dem großzügigen Einschiessplatz, auf dem publikumswirksam Varianten von Schießspielen durchgeführt werden könnten, ist der Krumphof aus der Sicht von Hunters´Best ein sehr attraktiver Treffpunkt für sportlich orientierte Bogenschützen.

Die freundliche Versorgung nach gelungenem Rundgang macht ein Wiederkommen leicht.

Krumphof-09-03-2014

 

Seitenköcher

In der klassischen Laufbahn eines jeden Bogenschützen, gelangt man an einen Punkt, an dem das käuflich zu erwerbende Material nicht ganz den Vorstellungen entspricht. So auch bei mir – nach dem praktischen Einsatz sämtlicher Köchervarianten, war mir klar, ich möchte was Spezielles. Neben den Kriterien: leise, praktisch, leicht erreichbar, kein „Einfädeln“ im Gebüsch kam auch noch die „Lauffähigkeit“ hinzu.

So ergab es sich, dass ich zwei mir bekannte Produkte miteinander kombinierte.

Als Trägerplatte nehme ich die Basis des Blackhawk Serpa Holsters. Temperaturstabile Kunststoffteile, gummierte und damit rutschhemmende Gurte, große und stabile Clips sind Eigenschaften, die mich für diese Produkt einnahmen. Man kann sämtliche Riemen fein justieren und somit ein komfortables Tragegefühl erzielen. Gleichzeitig hat man aber eine stabile belastbare Plattform.

Als Pfeilaufnahme habe ich beste Erfahrungen mit dem Bogenköcher von G5. Auch dieses Produkt vereinigt sämtliche mir wichtigen Eigenschaften

  • Sicherer Pfeilhalt
  • Geräuschdämmung
  • Stabilität
  • bedienbar mit einer Hand.

Auch bei hartem Outdooreinsatz kommt es zu keinem Rostansatz bei den verwendeten Metallteilen/Schrauben. Technisch nicht schwierig gestaltet sich die Hochzeit der beiden Teile. Aus 8mm Sperrholz eine entsprechende Platte gearbeitet, zwei Löcher für die Befestigung des Gummistopfens und schon ist es geschehen. Für zukünftige Projekte wird ein 3D-Modell erstellt um die Aufnahmeplatte exakt und rasch fräsen zu können.

Schon bei den ersten Tests hat das Produkt für mich gut gepasst und es ging nur mehr um die Feinjustierung. Da man die Aufnahme des Gummistopfens im Köcher verändern kann, sollte man mit befülltem Köcher etwas spielen um die richtige Balance und Position zu finden. Eine leere Sehnenhülle mit Kabelbinder an der Trägerplatte montiert nimmt ein Stemmeisen auf, welches ich einem Messer zum Rausarbeiten von im Holz steckenden Pfeiles vorziehe. Meine Minimalausrüstung. Auch Laufeinheiten hat diese Kombi bis jetzt klaglos überstanden und mich noch nicht enttäuscht.

Zwei Tipps noch:

Ich lasse die Pfeile nie im Köcher. Wird er eingelagert, dann ohne Pfeile, die Gummiaufnahmen bleiben damit elastisch und werden nicht ausgedehnt. Sollte man mal auf Pfeile mit kleinerem Durchmesser wechseln, werde sie noch immer sicher gehalten.

Weiters: es gibt einen verschiebbaren Gummiteil im Köcher, auf der Seite des Befestigungshebels. Damit kann der Hebel gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert werden. Man sollte dies immer tun, denn wenn man in der Gewohnheit blind den nächsten Pfeil zieht, kann´s beim schnellen Griff zum unbeabsichtigten Aufklappen des Hebels kommen. Man merkt dies sofort (Balance), aber es kann ablenken.

3D (Compound) – wie erreiche ich bessere Scores?

Was braucht man um besser als der Durchschnitt zu werden?

Wenn Du Deine 3D Ergebnisse auf ein höheres Niveau heben willst, so genügt es nicht nur einen Aspekt zu betrachten und zu verändern. Nur mit einer ganzheitlichen Herangehensweise können nachhaltige positive Veränderungen bewirkt werden.

Die folgenden Zeilen sollen einen Fahrplan darstellen, um Interessierte zu besseren 3D-Schützen zu machen. Zu Beginn sollte man sich Gedanken darüber machen in welcher Bogenklasse-Klasse man starten will. Abhängig davon bildet die intensive Auseinandersetzung mit dem Regelwerk die Basis für jedes weitere Vorgehen.

Die Qualität des Materials ist mittlerweile so hoch, dass nur persönliches Fehlverhalten bei der Schussausführung und weniger falsche Einschätzung der Entfernung darstellen. Korrekte Einstellung des Sportgerätes wird hierbei vorausgesetzt, aber auch darauf wird später noch im Detail eingegangen.

Mit diesem Wissen, sollte das Material auf maximale Verlässlichkeit und Fehlertoleranz ausgelegt sein. Typischerweise werden Achsabstände bis zu 40“ und Standhöhen von +7,5“ bei Compound-Bögen verwendet. Die erreichbaren Pfeilgeschwindigkeiten liegen zwischen 280 und 300fps.(auch die Geschwindigkeits- bzw Zuggewichtsgrenzen von diversen Organisationen beachten). Da es nur auf die Anzahl der erreichten X ankommt, ist es auch eine Hilfe, den dicksten passenden Pfeil zu schießen.

Was sollte man nun trainieren?

Es gibt drei Hauptkomponenten um hohe Scores zu erzielen.

  • Wo befindet sich das X?
  • Exakte Entfernung
  • optimale Schussausführung

Jede dieser drei Komponenten ist gleichberechtigt und muss seinen Niederschlag im Training finden. Ob man nun alle in einem Training zusammenfasst oder einzeln trainiert, hängt vom zeitlichen Abstand zum Wettbewerb ab. Je näher der Wettbewerb kommt, umso mehr müssen die drei Komponenten in einer Einheit zusammenrücken. Die gute Nachricht: die Platzierung des X und das Training zum Schätzen der Entfernung, können auch außerhalb des Trainings mit dem Bogen stattfinden. Ein guter Ansatz ist die Darstellung der aktuellen 3D-Ziele genau zu studieren und sich die Lage einzuprägen.

Um geübt und präzise bei der Schätzung von Entfernungen zu werden, ist ein Entfernungsmesser unverzichtbar. Klein, handlich kann er überall dabei sein. Es kann nun bei jeder Gelegenheit ein Objekt ausgesucht werden, – die Entfernung dazu geschätzt – und mit dem Entfernungsmesser überprüft werden. Legt man sich noch eine Liste an mit einer Spalte geschätzte Entfernung und einer Spalte gemessen Entfernung, so wird bald eine Tendenz zur zunehmenden Genauigkeit erkennbar. Die so gewonnenen Erfahrungen fließen in die persönlichen Korrekturfaktoren ein. Mit der wachsenden Routine im beim Schätzen von Entfernungen, wird auch das Selbstvertrauen und somit die Sicherheit bei der Schussausführung steigen. Man kann sich 100% auf die Ausführung des perfekten Schusses konzentrieren. Und man weiß ja wo das X ist.

Die Schussausführung ist nun unser letzter Punkt. Abgesehen vom technisch richtigen Schuss, sollte man unter möglichst vielen Varianten und Bedingungen seine Schüsse trainieren.
Eine zielführende Variante wäre, den Schwerpunkt des Trainings auf Maximalentfernungen + 10% zu legen. Mit der zunehmenden Sicherheit stellt sich auch im Kopf das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ein. Bei Mehrpinvisieren, sollte man Distanzen wählen, die zwischen den Pins liegen. So können, außerhalb des Trainings, die Abstände zwischen Pins besser eingeschätzt werden.

Zusammenfassung

  • Suche die besten 3D Schützen in Deiner Umgebung.
  • Verlasse DEINE Komfortzone und Du wirst automatisch besser.
  • Hab immer Spaß dabei! Mach auch mal Pause, und stell den Bogen für eine Zeit in die Ecke.
  • Kein Pfeil sollte „geballert“ werden.
  • Jeder Schuss ist das Endergebnis einer exakten und 100% fokussierten Abfolge trainierter Abläufe.

Eine Idee

Hier wird in Zukunft Information zu solchen oder ähnlichen Themen zu finden sein:

  • Wie bereite ich mich darauf vor, einen stärkeren Bogen zu schießen?
  • Welche Hardware verwendet ihr für die 3D Parcoursdaten?
  • Gibt es einen bogensporttauglichen Regenschutz?
  • Macht bilaterales Training Sinn?

Für Fragen und Anregungen sind wir immer offen. Übermittle uns dein Anliegen einfach über das Kontaktformular.